Noah Fecker mit 5/5

6. Rd. Rapid-Grand-Prix mit 14 Akteuren

Im sechsten Turnier des sechsteiligen Rapid-Grand-Prix gab es den sechsten Sieger: U12-Junior Noah Fecker hatte erstmals die Nase vorn mit fünf Punkten aus fünf Partien,
was in den Grand-Prix-Serien 2016 und 2015 zuvor keinem Akteur gelungen war.
Etwas Glück hatte Noah auch, denn Hansueli Baum­gartner stand in der Schluss­runde mit zwei Bauern mehr schon klar besser und auch Benito Rusconi war gegen Noah einer Zugwiederholung ausgewichen, beide unterlagen dann noch. Trotzdem: 5/5 sind eine starke Ausbeute und der 1. Platz im abschliessenden Turnier bescherte Noah mit 66 Punkten auch Rang 2 in der Gesamt­wertung hinter Frank Witten­brock (68), der zuvor schon als Gesamtsieger feststand. Auf Platz 3 schob sich Titelverteidiger Marc Potterat, der in der Schlussrunde mit 4 Punkten Zweiter wurde vor einem Sextett mit 3 Punkten angeführt von Michael Nyffen­egger und Benito Rusconi. Beide belegten in der Gesamt­wertung den geteilten vierten Platz, Benito gewann zudem den Preis als bester Junior (hinter Noah). Rang 5 im sechsten Turnier und Platz 6 in der Gesamtwertung eroberte Hansueli Baumgartner als bester Senior. Auf den Rängen 7 und 8 landeten Dani Zink und Wolfgang Eisenbeiss, die alle sechs Turniere mitgespielt haben (wie auch Frank und Hansueli).
Mit 14 Teilnehmern fand das Rapidturnier auch zum Abschluss der 2016er-Serie eine gute Resonanz. Die spannenden Rapid-Abende zählen nach Beobachtung des Spielleiters zu den Höhepunkten im Klubprogramm. Nach den Herbstferien geht es am 24.Oktober mit der Offenen St. Galler Stadtmeisterschaft weiter. Frank Wittenbrock
Alle Ergebnisse und Endstand im Grand-Prix

  • Neuer Kurs ab 24. Oktober

    Für Erwachsene mit Vorkenntnissen →Info

  • Vorarlberger Schachtage

    14. bis 18. Oktober → Programm (PDF)

  • Wie wird man besser?

    Milan Novkovic referierte über Schachtraining

  • K.o.-Pokalsiegertrio: Michael Nyffenegger (3.), Noah Fecker und Marc Potterat (2.). Noah siegte im Blitzentscheid gegen Marc → Mehr

NLB-Comeback geschafft

Zweite und Dritte Gruppenzweiter

SG 1 - Réti Zürich 2  4.5:3.5  Details
SG 2 - Wettswil 1  3:5  Details+Foto
SG 3 - Kosova St.Gallen 1   2:4  Bericht+Foto
SG 4 - Schaffhausen 2   3.5:2.5  Details

Die Mission "NLB-Comeback" schloss der Schachklub St. Gallen am 7. SMM-Spiel­tag auf dem sichersten Weg ab: Die Erste behielt mit einem knappen 4.5:3.5 gegen Réti Zürich 2 ihre weisse Weste und die Zweite verteidigte in der Parallelgruppe Rang 2 trotz einer 3:5-Niederlage gegen Leader Wettswil. Die - schon zuvor - ideale Konstellation für die Aufstiegsspiele St. Gallen 1 gegen St. Gallen 2 blieb so gewahrt. Die beiden Teams werden von der SMM-Spielleitung auch nicht aufge­fordert zu klären, wer nun stärker ist. Dieses Aufstiegsspiel wird daher entfallen - jeden­falls als ernster Wettkampf. Herzliche Gratulation an beide Teams für eine starke Saison!
Im Aufstiegsspiel steht die dritte Mann­schaft. Zum Abschluss unterlag die Dritte nach zuvor drei Siegen in Folge 2:4 gegen Kosova St. Gallen. Der Match war hart umkämpft, nach fünf Stunden erwiesen sich die Gäste aber nicht nur nomi­nell als das stärkere Team. Als Tabellenzwei­ter tritt St. Gallen 3 im Aufstiegsspiel am 12. November beim sehr stark besetzte Herrliberg 2 an.
Das Juniorenteam St. Gallen 4 gewann in der dritten Liga zum Abschluss knapp gegen Schaffhausen 2, das nur mit fünf Spielern antrat und nach der Niederlage als Absteiger feststeht. Die Vierte beendete die Saison punktgleich mit dem Dritten auf Rang 4. Frank Wittenbrock

Noah Fecker Pokalsieger

Potterat unterliegt im Blitzentscheid

Noah Fecker gewinnt das K.o.-Pokalturnier und ist mit 12 Jahren vermutlich der jüngste Sieger in einem St. Galler Lang­par­tien-Klubturnier. Im spannenden Finale gegen Marc Potterat stand es nach den beiden Lang­partien (mit Weiss und Schwarz zugleich) 1:1, wobei beide Finalisten in ihren Weiss-Partien zunächst besser standen, aber letztlich mit Schwarz gewan­nen. Beide Partien mündeten in schwer zu kalkulierende Endspiele, in denen beide taktisch auf hohem Niveau agierten - zur Freude der zahlreichen Kiebitze. Noah knüpfte in seiner Gewinnpartie ein Grund­linien-Mattnetz, aus dem es kein Entrinnen mehr gab und konnte so Marcs drohende Bauernumwandlung in eine Dame ignorieren.
Umgekehrte Vorzeichen in Partie 2: Hier drohte Noah nach einer Bauernumwandlung mit einem Springer mehr auf dem Brett zu agieren, allerdings wäre der Gaul nicht schnell genug gewesen, einen entfernten Freibauern rechtzeitig zu stoppen. Noah verzichtet auf die Umwandlung, aber mit Springer gegen Turm stand er auch auf verlorenem Posten.
In der Armageddon-Blitzpartie musste Marc mit Weiss und 6 Minuten Bedenkzeit gewinnen, um den Pokal zu verteidigen. Noah baute sich gegen Katalanisch geschickt auf und hatte nach etwa 12 Zügen mehr Druck in der Stellung. Marc vermochte sich zu befreien und agierte nach einem kompli­zierten taktischen Geplänkel mit einer Mehrfigur für drei Bauern, später für zwei Bauern. Seinen Vorteil vermochte er aber nicht mehr zu verwerten - mit weniger als 40 Sekunden auf der Uhr übersah er ein Abzugsschach, womit Schwarz auch in der Blitzpartie gewann.
Rang drei im Pokalturnier erspielte sich Michael Nyffenegger im Duell der unter­legenen Halbfinalisten gegen Hansueli Baumgartner. Den Preis als bester Junior (nach Noah) gewann Benito Rusconi (4.), der Turnierleiter Frank Wittenbrock mit 2:0 besiegte. In der Trostrunde zeigte Wolfgang Eisenbeiss erneut einen starken Auftritt: Der 84jährige gewann gegen Dani Zink beide Langpartien und wurde insgesamt Fünfter, punktgleich mit Raphael Perrin und Jan Frei.
→ Ergebnisse und Foto vom Finale