Bärentöterpreis 2018

Sebastian Völker führt mit +205 Elo

Bei den Bärentöterpreisen - vom SK St. Gallen jährlich ausgelobte Prämien für einen vollen Punkt gegen einen möglichst starken Gegner - geht es jetzt in den Endspurt. Nach derzeitigem Stand (23.10.18) liegt Sebastian Völker in der Kategorie >1900 Elo vorn. Sebastian (Führungszahl 2080) besiegte beim 40th Int. Chess Festival Città di Arco Open A den Luxemburger Raymond Schneider (Elo 2285) und legte die Messlatte damit auf 205 Elo. Zuvor hatte Marcel Mannhart geführt durch seinen Sieg bei der Schach-Olympiade in Batumi, wo er für das Liechtensteiner Team Ricardo Ernesto Chavez (El Salvador, 2302 Elo) besiegte. Hinter Sebastian und Marcel liegen drei Spieler eng beisammen: U14-Junior Noah Fecker bietet 179 Elopunkte dank seines Sieges über Aurelio Colmenares (Elo 2364) im Bundesturnier, Thomas Akermann verzeichnete eine Differenz von 175 Elo beim Sieg in der NLA über Manuel Valles, Elo 2317) und Vorjahressieger Yasin Chennaoui verbuchte in der dritten SGM-Runde gegen Christoph Drechsler (2172) ein Plus von 170 Elo.
Mehr als 100 Elo-Punkte machten auch Thomas Schoch (127), Jürg Jenal (111), Elias Giesinger (107) und Christian Weigand (106) wett. Sollte ein (besseres) Ergebnis in dieser Übersicht fehlen, bitte mitteilen. Resultate aus dem laufenden Jahr werden bis 31.12.2018 berücksichtigt.
In der Kategorie unter 1900 Elo liegt Jan Frei mit seinem Sieg über Thomas Näf (2125) in der letzten SGM-Runde in der 1.Liga vorn: Jan trat mit Elo 1788 an und verbuchte damit ein Plus von 337 Punkten und trug entscheidend zum Klassenerhalt der zweiten St.Galler SGM-Mannschaft bei. Vorjahressieger Aaron Potterat wirft derzeit 199 Punkte in die Waagschale: Er besiegte in der SMM Kirushanth Sivanandan (1896). Rang drei belegt Jan Fecker, der wie sein Bruder Noah in der ersten Runde des Bundesturniers "zuschlug": Gegen Frank Weidt (2066) machte Jan 190 Elopunkte wett. Ihm folgt auf Platz vier Raphael Perrin (plus 147 Punkte), der im Rosen-Open Stefan Thuner (1928) besiegte.
Weitere gute Resultate -nur von gewerteten Partien gegen Gegner mit Elozahl - bitte melden! Frank Wittenbrock

Aufgaben des Tages

Alles nur Zufall?

Geteilter 2. Platz von Wolfgang und Jürg

Von Wolfgang Eisenbeiss
Anlass: St.Galler Schach-Klubmeisterschaft 2016 mit 16 Teilnehmern, 5 Runden an 5 Montagen nach Schweizer System (Paa­rungen gemäss jeweiligem Punktestand). Marc nach ELO-Wertung Nr. 1, Jürg Nr. 4, Wolfgang Nr. 11.
Vorfall in Runde 1: Wolfgang trifft auf Jürg. Schon bald läutet Wolfgangs Handy...Partie­verlust! Doch Jürg sagt: „Ach komm, wir spielen weiter“. Wolfgang gewinnt, sagt bei Jürgs Aufgabe: „Ach was, wir machen Remis.“ Die Umstehenden freuen sich über die gegenseitige Fairness.
In der 5. Runde vom 4. April trifft Wolfgang auf den bislang führenden Marc und macht Remis. Marc gewinnt das Turnier mit 4 Punkten aus 5 Partien. Jürg gewinnt seine Partie, womit er und Wolfgang je bei 3½ Punkte landen. Beide beenden das Turnier mit je zwei Siegen und drei Unentschieden ungeschlagen. Auch die Feinwertung (Summe der Punkte der unterschiedlich gehabten Gegner) ist mit je 13½ Punkten ausgeglichen, ebenso die verfeinerte Feinwertung (die Summe der Summen der Gegner) mit 68½. Beide teilen sich somit den 2. Rang.
"Nur ein Zufall!", sagen sich wohl die meisten. Andere fühlen sich mit sowas beschenkt und tragen den Denkanstoss weiter.
Nachwort: Beim Morgenkaffee am 6.4. erzähle ich die Geschichte meiner Frau, blättere dann durchs Tagblatt und sehe gleich die Buchbesprechung über Elke Heidenreichs neuestes Opus, Titel: „Alles kein Zufall“.