• 7. Spieltag
  • 6. Spieltag
  • 5. Spieltag
  • 4. Spieltag
  • 3. Spieltag
  • 2. Spieltag
  • 1. Spieltag

Rang 3 knapp verteidigt

Gute Saison mit 4:4 abgeschlossen

St. Gallen 1 konnte in der Schlussrunde nicht auf der ganzen Linie überzeugen. An den hintersten drei Brettern war der ELO-Vorsprung der Einheimischen sehr gross, und so waren auch bald die ersten drei Siege eingefahren. Dass es die einzigen bleiben würden, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen.
Es folgte ein Unentschieden bei Toni Thaler, der mit einer Mehrfigur unter starkem Druck stand. Sebastian Völker hatte nicht seinen besten Tag und kam unter die Räder. Die drei Partien an den Spitzenbrettern waren alle sehr spannend und umkämpft. St. Gallen brauchte noch einen ganzen Zähler aus ihnen. Alle hatten ein Endspiel mit Leichtfiguren (und z.T. Türmen) vor sich. Marc erspielte sich ein sicheres Remis; seinen zeitweiligen Mehrbauern konnte er nicht halten. Julia war dieses Mal ohne Caissa angereist und forcierte das Endspiel zu stark, so dass sie am Schluss sogar eine herbe Niederlage einkassieren musste.
Auch Emilian stand mit dem Rücken zur Wand. Er konnte dem starken Gegner zwar den letzten Bauern ausreissen, doch das Materialverhältnis war dann Turm und König seinerseits gegen Turm, Läufer und König auf der Gegenseite. Aeschbach spielte das sehr gekonnt und stellte für sich den Sieg und für seine Mannschaft das Remis sicher.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der diesjährigen SGM, wir waren immer vorne dabei, verloren gegen die beiden Spitzenreiter nur sehr knapp und landeten auf dem guten 3. Schlussrang. Danke an alle, die mitgespielt haben, und meine Gratulation zur guten Saison. Roman Schmuki

2.Bundesliga Zone B

Die Tabelle nach dem 7. Spieltag


MannschaftMPEP
1. Bodan 11237
2. Zürich SG 11134½
3. St. Gallen 1932½
4. Zürich Sihlfeld 1928½
5. Nimzowitsch 1524
6. Réti Zürich 2523½
7. Sprengschach 1324½
8. Chur SC 1219½

Der Spieltag beim Schachbund

St. Gallen 1-Zürich Sihlfeld 14:4
am 11.03.2017Erwartung 5:3
Emilian Hofer (2209)-Philipp Aeschbach (2322)0:1
Marc Potterat (2160)-Werner Aeschbach (2140)½:½
Julia Novkovic (2165)-René Meier (2065)0:1
Toni Thaler (2109)-Daniel Kuchen (2075)½:½
Sebastian Völker (2104)-Urs Martin Egli (2066)0:1
Elias Giesinger (2090)-Fritz Keller (1882)1:0
Noah Fecker (2041)-Samuel Schindehütte (1645)1:0
Christian Salerno (2068)-Werner Paul Schmidt (1684)1:0

Knapper Erfolg in Wil

Marc, Julia und Roman punkten voll

Die zweitletzte Runde in der SGM konnte St. Gallen 1 beim Nachbarn SprengSchach Wil wiederum für sich entscheiden.
Die erste Entscheidung fiel am 4. Brett. Beide Kontrahenten mussten die Züge wiederholen, um eine gute Stellung zu behalten: Tonis Remis gegen Bahl war unvermeidlich. Dann gewann Roman, der Mannschaftsleiter, am 8. Brett den ganzen Punkt, weil sein Gegner einen Springer­einschlag auf f7 übersehen hatte.
Julia holte sich im Übergang zum Endspiel den gefährlicheren und weiter fort­ge­schrit­tenen Freibauern, und ihr Gegner musste kapitulieren. Dann war Sprengschach Wil an der Reihe: am Spitzenbrett gelang dem Wiler Manuel Sprenger ein sehr starker Angriff, dem unser Emilian trotz harter Gegenwehr erlag. Marc hatte sich mit Schwarz eine druckvolle Stellung mit Läuferpaar herausgespielt, und die Ungenauigkeiten seines Spielpartners stellten sich fast zwangsmässig ein. Ein schöner Sieg!
Es blieben noch drei Endspiele übrig, aus denen die St. Galler mindestens einen Punkt holen sollten. Dasjenige von Peter Bischoff war leider verloren, denn das Fehlen zweier Bauern war des Guten doch zu viel. Frank gestand seinem Kontrahenten ein starkes Gegenspiel im Turmendspiel zu, doch gaben seine Mittelbauern genug Gegendruck gegen den weit vorgerückten h-Bauern des Wilers: auch hier ein Remis.
Martin Leutwyler stand die ganze Partie etwas besser gegen Damian Karrer, doch verpasste er vermutlich in der Zeitnotphase die Realisierung des ganzen Punktes. Im Turmendspiel hatte er zwar einen Bauern mehr, doch es reichte nicht mehr zum Sieg, und Damian spielte ein publikumwirksames schönes Patt heraus. Prompt hatte ein Wiler Zuschauer nicht genau hingeschaut und seinen Kameraden verkündet, dass ihr Damian gleich verlieren werde. Leider eben nicht... Roman Schmuki

2.Bundesliga Zone B

Die Tabelle nach dem 6. Spieltag


MannschaftMPEP
1. Bodan 11031½
2. Zürich SG 1930
3. St. Gallen 1828½
4. Zürich Sihlfeld 1824½
5. Nimzowitsch 1521½
6. Sprengschach 1321
7. Réti Zürich 2318
8. Chur SC 1217

Der Spieltag beim Schachbund

SprengSchach 1-St. Gallen 1:
am 25.02.2017Erwartung :
Manuel Sprenger (2186)-Emilian Hofer (2209)1:0
Damian Karrer (2231)-Martin Leutwyler (2197)½:½
Marcel Eberle (2124)-Marc Potterat (2162)0:1
Felix Bahl (2151)-Anton Thaler (2109)½:½
Patrick Kaufmann (2081)-Julia Novkovic (2151)0:1
Maria Heinatz (2027)-Peter Bischoff (2014)1:0
Hans Karrer (1962)-Frank Wittenbrock (2041)½:½
Philippe Dhenin (1943)-Roman Schmuki (2056)0:1

Knapp verloren in Züri

Nur etwas Schlachtenglück fehlte

Nur ein Quentchen Schlachtenglück fehlte der ersten Mannschaft, um aus Zürich mindestens einen Mannschaftspunkt mit nach Hause zu nehmen. An etlichen Brettern standen wir eher leicht besser oder besassen bereits einen Mehrbauern, doch bei der Verwertung der Vorteile haperte es an der geforderten Genauigkeit.
Den ersten halben Punkt holte sich Julia, die stark aus der skandinavischen Eröff­nung herauskam und einen gefährlichen Angriff inszenierte. worauf der starke Goldberg gerne mit der Punkteteilung einverstanden war. Danach willigte Sebastians Gegner bei besserer Zeit ebenfalls ins salomonische Urteil ein. Christian Salerno lief mit einer franzö­sischen Eröffnung als Weisser in einen fürchterlichen Angriff des jungen Gegners und musste bald die Segel streichen.
Toni Thaler ergatterte einen Bauern aus seiner geliebten flachländischen Eröffnung, doch konnte Weiss mit aktivem Spiel ausgleichen. Marc Potterat warf alles in den Angriff, bekam mit den drei Schwer­figuren die h-Linie, doch der schwarze König entkam zur Mitte, und der Gegenangriff auf dem Damenflügel entschied die Partie für den vorerst nur Verteidigenden. Laszlo Horvath hatte am ersten Brett mit Rosenthal eine echte Knacknuss vorgesetzt bekommen. Er verteidigte sich in schwieriger Grünfeld-Stellung sehr zäh, musste einen Isolani auf e4 und eine geschwächte Königsstellung in Kauf nehmen; doch fand der Gegner den Durchbruch nicht, und das Remis am Spitzen­brett konnte verbucht werden.
Den ersten vollen Punkt für uns erzielte Elias Giesinger, unser Jüngster, gegen den Senior und Präsidenten Christian Issler. Sein solider Aufbau gab ihm leichte Vorteile, die er wahrscheinlich aber wieder aus der Hand gab, doch im entstehenden Turmendspiel setzte er sich doch noch durch. Ein schöner Sieg!
Am längsten spielte Martin Leutwyler. Er kam sehr gut aus der Eröffnung und konnte gegen den alten Meister Vucenovic einen gesunden Mehrbauern realisieren. Sein Gegner entwich aber in ein Turmendspiel, das Martin mit vier Bauern gegen drei Bauern, aber alle auf der gleichen Seite, trotz grossen Bemühens nicht gewinnen konnte. Eine knappe 3½: 4½-Niederlage für die engagierte Mannschaft. Roman Schmuki

2.Bundesliga Zone B

Die Tabelle nach dem 5. Spieltag


MannschaftMPEP
1. Zürich SG 1927½
2. Bodan 1826
3. St. Gallen 1624
4. Zürich Sihlfeld 1619½
5. Nimzowitsch 1519
6. Sprengschach 1317½
7. Réti Zürich 2315
8. Chur SC 1011½

Der Spieltag beim Schachbund

Zürich SG 1-St. Gallen 1:
am 04.02.2017Erwartung :
Jonathan Rosenthal (2323)-Laszlo Horvath (2182)½:½
Filip Daniel Goldstern (2290)-Julia Novkovic (2151)½:½
Dragomir Vucenovic (2230)-Martin Leutwyler (2197)½:½
Felix Csajka (2215)-Marc Potterat (2162)1:0
Boris Haufler (2091)-Anton Thaler (2109)½:½
Christian Issler (2073)-Elias Giesinger (2004)0:1
Alan Berset (2075)-Sebastian Völker (2099)½:½
Nikolaus Patzelt (2068)-Christian Salerno (2069)1:0

Souveränes 6:2

Ohne Partieverlust gegen Nimzowitsch

In der 4. Runde kam die erste Mannschaft zu einem nie gefährdeten Sieg gegen Nimzowitsch, welcher auch in dieser Höhe in Ordnung ging.
Nach knapp zwei Stunden kam es bei Martin zur ersten von vier Punkteteilungen. Wenig später fuhr Christian an Brett 8 den ersten vollen Punkt ein. Er hatte als Schwarzer eine französische Variante auf dem Brett, in der er sich offensichtlich gut auskannte und immer mehr die Daumenschrauben anzog. Kurz darauf zwang an Brett 7 Sebastian seinen Gegner zur Aufgabe. Er hatte als Weisser in einem Franzosen einen Bauern für stetigen Druck investiert. Dies machte sich auch im hohen Zeitverbrauch seines Gegners bemerkbar, der schliesslich in Zeitnot die Dame einstellte.
Die Weichen zum Mannschaftserfolg wurden endgültig an Brett 1 gestellt. Emilian hatte als Weisser aus der Eröffnung einer Bauern gewonnen, wenn auch bei kompromittierter Bauernstellung. Trotz reduziertem Material blieb die Stellung kompliziert und sein Gegner unter Druck. Dieser patzte wiederum in Zeitnot. 3.5 zu 0.5 für uns bei der ersten Zeitkontrolle!
Weiterhin machen unsere Youngster Freude. Noah hatte einen Bauern gewonnen und war letzten Endes in einem Turmendspiel gelandet. Leider hatte er zu wenig die Aktivität des gegnerischen Turms im Auge, so dass sein Gegner sich ins Remis retten konnte. Elias hat - auch aus seiner Sicht - keine richtig „runde Partie“ aufs Brett bekommen. Trotz allem hatte man nie das Gefühl, Elias würde ernsthaft ins Verlustgefahr geraten. Remis und 4.5 zu 1.5. Der Verfasser kam aus der Eröffnung mit einem leichten aber stabilen Vorteil heraus. Bei fast komplett geschlossener Stellung erhöhte er langsam aber sicher den Druck am Königsflügel. Kurz vor der Zeitkontrolle „knickte sein Gegner ein“ und Peter konnte unter Qualitätsopfer durchbrechen. Im entstandenen Endspiel liess er ihm zwar noch mal eine Chance, die dieser aber nicht nutzte.
Die längste Partie spielte Marc. Nach der Eröffnung stand er am Damenflügel sehr unter Druck. Marc verteidigte sich aber zäh und schaffte es, die Partie sogar zu drehen. Nach über fünf Stunden konnte er seinen Vorteil aber nicht verwerten. Remis nach einer echten Kampfpartie. Mit dem dritten Sieg sollte der Klassenerhalt so gut wie gesichert sein. Nach oben sind „dank Bodan“ die Möglichkeiten leider beschränkt. Ein sehr erfreuliches Zwischenresultat nach vier Runden SGM. Peter Klings

2.Bundesliga Zone B

Die Tabelle nach dem 4. Spieltag


MannschaftMPEP
1. Zürich SG 1723
2. Bodan 1722
3. St. Gallen 1620½
4. Zürich Sihlfeld 1515½
5. Nimzowitsch 1415
6. Réti Zürich 2211
7. Sprengschach 1112½
8. Chur SC 10

Der Spieltag beim Schachbund

St. Gallen 1-Nimzowitsch 16:2
am 21.01.2017Erwartung 4:4
Emilian Hofer (2209)-Lars Bäumer (2241)1:0
Marc Potterat (2162)-Christoph Drechsler (2243)½:½
Martin Leutwyler (2197)-Geoffrey Myers (2181)½:½
Peter Klings (2095)-Arthur Toenz (2133)1:0
Elias Giesinger (2004)-Heinrich Tanner (2078)½:½
Noah Fecker (2045)-Max Schultheiss (2091)½:½
Sebastian Völker (2099)-Heinz Vifian (1914)1:0
Christian Salerno (2069)-Markus Germann (2037)1:0

2.Bundesliga Zone B

Die Tabelle nach dem 3. Spieltag


MannschaftMPEP
1. Bodan 1516
2. Zürich SG 1515½
3. St. Gallen 1414½
4. Nimzowitsch 1413
5. Zürich Sihlfeld 1310½
6. Réti Zürich 2210½
7. Sprengschach 1110½
8. Chur SC 10

Der Spieltag beim Schachbund

Bodan 1-St. Gallen 15:3
am 03.12.2016Erwartung 6:2
IM Theo Hommeles (2395)-Martin Leutwyler (2184)½:½
IM Peter Kühn (2372)-Marc Potterat (2183)½:½
IM Alfred Weindl (2352)-Sebastian Völker (2107)1:0
FM Dieter Knödler (2327)-Christian Salerno (2069)1:0
FM Marcel Wildi (2262)-Elias Giesinger (2075)1:0
Michael Schmid (2222)-Noah Fecker (2043)½:½
Stephan Fessler (2129)-Peter Bischoff (2026)0:1
Florian Johne (2053)-Roman Schmuki (2056)½:½

Spannung in Zeitnot

Erste besiegt Chur letztlich klar 6:2

Nach den zwei Grossmeisterremis' von Hans-Christian Weigand und Toni Thaler konnte St. Gallen gleich den ersten ganzen Punkt gutschreiben: Christian Salerno besetzte nach wenigen Eröffnungszügen im Französischen mit e6-e5 die Mitte, verstärkte sich dann weiter gezielt, und in schon schwieriger Stellung übersah seine Gegnerin einen Doppelangriff.
Bei allen fünf verbleibenden Partien gab es eine sehr spannende Zeitnotphase, in der gleich alle 10 Spieler nur noch wenige Minuten bis zum 40. Zug hatten. Einige standen auf des Messers Schneide. Dann gelang Julia eine sehr gute Verbesserung des Gesamtresultates. Sie hatte leichten Druck auf dem Damenflügel und im Zentrum, und mit einem Schwenker der Dame nach h3 läutete sie einen durchschlagenden Königsangriff ein. Schön gespielt!
Sebastian sah keine Möglichkeiten, im Schwerfigurenspiel mehr als Unentschieden herauszuholen. Marc riskierte in einer qualitätsvollen Partie einiges mit Schwarz, und der Gegner konnte in der dauernden Hochspannung plötzlich nicht mehr standhalten. Elias hatte eine Figur gegen wenige Bauern herausgeholt, kam aber nicht so recht vom Fleck, und übersah dann gleich zwei einfache aber gute Züge seines Gegners und geriet in materiellen Nachteil. Zum Glück blieb ihm bei den plötzlichen Wendungen aber ein sehr starker Freibauer auf der b-Linie. In der zweiten Zeitnot fand er aber die stärkste Erwiderung auf den Versuch des Gegners, ebenfalls eine neue Dame zu holen, nicht, und die auf- und abwogende Partie wurde schliesslich Remis.
Auch bei Martin gab es wundersame Wandlungen: erst spielte er mit filigranem Spiel einen leichten Vorteil heraus, geriet in der ersten Zeitnotphase aber in Rückstand, konnte schliesslich in ein Turmendspiel überleiten. Da gelang es ihm, die beiden einzigen verbliebenen Bauern am Damenflügel abzutauschen, und eigentlich hätte er jetzt mit seinem f-Bauern gegen den f- und den h-Bauern des Gegners immerhin Remis halten können. Der Churer Mannschaftscaptain brachte es aber noch fertig, dass er seine beiden letzten Bauern und die Partie verlor.
6 : 2 war das Schlussresultat. Ein letztlich überzeugender Sieg. Roman Schmuki

2.Bundesliga Zone B

Die Tabelle nach dem 2. Spieltag


MannschaftMPEP
1. St. Gallen 1411½
2. Bodan 1311
3. Zürich SG 1310
4. Nimzowitsch 128
5. Réti Zürich 22
6. Sprengschach 117
7. Zürich Sihlfeld 116
8. Chur SC 103

Der Spieltag beim Schachbund

St. Gallen 1-Chur SK 16:2
am 19.11.2016Erwartung 5:3
Martin Leutwyler (2184)-Guido Neuberger (2206)1:0
Marc Potterat (2183)-Massimo Maffioli (2043)1:0
Anton Thaler (2109)-Slobodan Adzic (2089)½:½
Julia Novkovic (2140)-Dario Bischofberger (2098)1:0
Sebastian Völker (2107)-Andri Arquint (1984)½:½
Christian Weigand (2078)-Christian Binggeli (2033)½:½
Elias Giesinger (2075)-Thomas Eberle (1915)½:½
Christian Salerno (2069)-Anna Adzic (1843)1:0

Verdienter Startsieg

Erste gewinnt bei Réti 2 am Ende klar

Den Auftaktmatch zur SGM-Saison bestritt die 1. Mannschaft der St. Galler bei den Schachfreunden von Réti in Zürich. Letztlich sprang ein verdienter und ungefährdeter 5.5:2.5-Sieg heraus. Ein guter Auftakt in die Saison!
Vier Partien, die zu einem zwischen­zeit­lichem 2-2 führten, wurden vor der Zeit­kontrolle beendet. Am Brett 5 packte Toni wieder mal seinen Holländer mit Sh6 aus. Er stand etwas gedrückt, aber sein Gegner konnte nie grossen Vorteil reklamieren und es folgte alsbald die Punkteteilung. Marc war „verdächtig“ aus der Eröffnung gekommen. Für den Minusbauern konnte man auf dem ersten Blick wenig Kompen­sation erkennen. Wie so oft gelang es Marc aber, die Partie in taktische Fahrwasser zu bringen und dort seine Stärken auszu­spielen. Erster voller Punkt für St. Gallen.
Noch wesentlicher taktischer ging es in der Partie zwischen Laszlo und Carmi Haas an Brett 2 zu Werke. Lazlos Gegner hatte voll auf Königsangriff gesetzt und zunächst einen Bauern und später eine ganze Figur ins Geschäft gesteckt. Ob alles korrekt war, dürfte nur eine genaue Analyse zeigen. Am Ende war sowohl der weisse Damenflügel unentwickelt als auch der König blank. Erster voller Punkt für Réti, es sollte aber auch dabei bleiben! Schliesslich kam es an Brett 3 zur Punkteteilung. Martin hatte als Schwarzer Slawisch gespielt und es war eine interessante Stellung mit beider­sei­tigen Möglichkeiten entstanden. In der Folge kam es zu einem Endspiel, in dem Martin eine Qualität mehr hatte, der Gegner aber mit Läuferpaar und Mehrbauer operieren konnte. Es sah nach Remis aus und wurde auch Remis.
Trotz allem konnte man zur Zeitkontrolle optimistisch sein, denn an allen anderen Brettern hatten sich die St. Galler Vorteile herausgespielt. Am Spitzenbrett hatte sich Emilian als Schwarzer in einem komplexen strategischem Kampf Vorteile erarbeitet, die er zunächst in einem Bauerngewinn ummünzte und anschliessend die Partie gewann. Die Eröffnung des Gegners 1. b3 d5 2. Lb2 Lg4 3. f3 zeigte, dass man auch nach fast 40 Jahren im Schach etwas Neues sehen kann. An Brett 8 sah es für Interims-Captain Christian (dadurch diesmal keine Appenzeller Biber :-( ) lange Zeit nach einem klaren Sieg aus. Seine Gegnerin konnte mit Christians System gegen Französisch wenig anfangen und hatte den schwarzen Läufer auf f2 gegen 2 Bauern gegeben. Ob nun unmotiviert und als taktischer Überseher, diese Idee ging gar nicht. Christian stand total auf Gewinn, schaffte es aber, die Partie noch zum Remis zu vergurken. Eine Leistung, die bei dem Verfasser dieses Artikels sicher für mehr Kopfschütteln geführt hätte, wäre dieser nicht vor wenigen Wochen erst recht Opfer derselben Kontrahentin geworden. Komplett auf Gewinn gestanden und dann sogar noch verloren. Insgesamt also ein leichter Vorteil des Kassiers gegenüber dem Präsidenten…
Letzterer hielt sich aber als Weisser in einem Grünfeld-Inder schadlos und machte den Punkt zum 4.5 zu 2.5. Peter kam mit leichtem, aber stabilen Vorteil aus der Eröffnung. Den Druck auf der halboffenen B-Linie konnte sein Gegner während der gesamten Partie nicht neutralisieren. Die Konvertierung zu einem vollen Punkt dauerte mehr als 60 Züge, aber letzten Endes war die zähe Verteidigung des Schwarzen ohne Erfolg. Unserem Youngster Elias blieb es überlassen, den Schluss­punkt des Wettkampfs zu setzen. Er hatte gegen das Damen­bauernspiel seines Gegners mit einem Igelaufbau sämtliche Angriffs­bemühungen souverän abgefedert. In der Folge hatte der Gegner etwas Druck am Damenflügel, dafür aber strukturelle Defizite (Doppelbauer) am Königsflügel. Elias zeigte eine sehr reife Leistung, indem er zunächst die Schwer­figuren abtauschte und dann im Leichtfigurenendspiel seine Vorteile ausnutze. Chapeau!
Peter Klings

2.Bundesliga Zone B

Die Tabelle nach dem 1. Spieltag


MannschaftMPEP
1. Bodan 127
2. Zürich SG 126
3. St. Gallen 12
4. Nimzowitsch 114
4. Sprengschach 114
6. Réti Zürich 20
7. Zürich Sihlfeld 102
8. Chur SC 101

Der Spieltag beim Schachbund

Réti Zürich 2-St. Gallen 1:
am 29.10.2016Erwartung 3:5
Sharif Mansoor (2086)-Emilian Hofer (2203)0:1
Carmi Haas (2242)-Laszlo Horvath (2198)1:0
Lorenz Wüthrich (2136)-Martin Leutwyler (2188)½:½
Robert Hauser (2071)-Marc Potterat (2172)0:1
Peter Meier (2063)-Anton Thaler (2111)½:½
Edmund Hofstetter (1992)-Peter Klings (2103)0:1
Stefan Berger (1979)-Elias Giesinger (2065)0:1
Gilda Thode (1980)-Christian Salerno (2072)½:½