• 7. Spieltag
  • Vergleich 2017 - 2018
  • 6. Spieltag
  • 5. Spieltag
  • 4. Spieltag
  • 3. Spieltag
  • 2. Spieltag
  • 1. Spieltag

Happy End für die Dritte

Dank Schützenhilfe weiter in 1.Liga

St. Gallen 3 darf sich in der SMM ein drittes Jahr in der 1.Liga messen: Zwar reichte es am letzten Spieltag nicht zum Coup gegen Spitzenreiter Gligoric Zürich, aber dank des Sieges von SprengSchach Wil bei Bodan Kreuzlingen 2 - im Duell der mit St. Gallen 3 punktgleichen Teams - verblieb die Dritte auf Rang sechs. Wäre dieser Match unentschieden ausgegangen oder hätte Bodan gewonnen, wäre St. Gallen 3 auf Rang 7 abgerutscht und hätte mit Liga 2 vorlieb nehmen müssen. Dieses Schicksal ereilte nun Bodan 2.
Gegen Gligoric Zürich hofften die St. Galler, dass der Spitzenreiter vielleicht nicht mit allen starken Kräften anreisen würde und man mit einer taktischen Aufstellung und grossem Exploit vielleicht sogar das für den sicheren Ligaerhalt erforderliche 4:4 erzielen könnte. Diese Hoffnung bestand nach einem Blick auf die Aufstellung der Gäste allerdings kaum noch: Nachdem die Zürcher in der Runde zuvor überraschend gegen Pfäffikon verloren hatten, boten sie nun fast ihre erste "Acht" auf. Nur gegen Aufstiegskonkurrent Winterthur 3 waren sie mit zwei Grossmeistern noch stärker aufgelaufen. Grossmeister Pikula an Brett 1, IM Zakic an Brett 2 - das Team wies einen Eloschnitt von 2214 auf - gegenüber 1972 von St. Gallen 3.
Die Bretter 3 und 6 blieben bei den Gästen zunächst unbesetzt. 10 Minuten, 15 Minuten, 20 Minuten lang - dann trafen Christian Bussard und Tobias Kügel doch ein. Aus der Traum von einer 2:0-Forfait-Führung. Nun galt es, wenigstens zwei Brettpunkte zu sammeln, um im Falle eines Sieges von SprengSchach gegen Bodan sicher vor den Kreuzlingern zu bleiben. Nach einer halben Stunde standen die St. Galler im Grunde alle sehr ordentlich. In der Eröffnung wurde keiner überspielt! Benito wählte gegen GM Pikula den forschen Panow-Angriff in der Caro-Kann-Verteidigung und auch Wolfgang Eisenbeiss war mit Schwarz gegen IM Zakic in einer ihm gut bekannten Variante gelandet. Mit 550 Punkten Elo-Unterschied hatte Wolfgang auf dem Papier eigentlich keine Chance, aber der 86jährige forderte dem IM alles ab. Zakic beanspruchte seine volle Bedenkzeit und stand lange unklar - Minusbauer, aber dafür ein starker Freibauer. Bei knapper werdender Zeit übersah Wolfgang die drohende Turmverdoppelung auf der 7.Reihe. Mit einem Läufer weniger für drei Bauern hätte Wolfgang die Remischancen wahren können. Dennoch ein starker Auftritt des unverwüstlichen St. Galler Stadtmeisters von 1958! Wolfgangs Partie war die drittletzte im Match. Der Reihe nach: Den ersten Punkt hatte Benito nach etwa drei Stunden übergeben müssen, nachdem er in nur leicht schlechterer Stellung einen Turm hatte stehen lassen. Den Ausgleich schaffte Robert Sandholzer an Brett 8, nachdem sein etwa 100 Elopunkte schwächerer Gegner bei eigenen Mattplänen eine Springergabel auf Dame und König übersehen hatte. An Brett 4 lief in der Schwarzpartie von Mannschaftleiter Frank Wittenbrock der Wettbewerb "Angriff am Damenflügel" (Weiss) gegen "Angriff am Königsflügel". Frank hatte leichte Vorteile und vermochte seinen Kontra­henten mit einem vergifteten Qualitätsangebot zu beeindrucken. Bei Annahme wäre eine ungewöhnliche Mattkombination in fünf Zügen die Folge gewesen. Nachdem Dragan Rasovic (Elo 2099) die Offerte ausgeschlagen hatte, war kein Durchbruch auszumachen und so bot Frank - auch in Anbetracht sich abzeichnender Niederlagen an anderen Brettern - Remis an, was akzeptiert wurde. 1.5 Punkte des Minimalziels von zwei Brettpunkten waren somit verbucht.
Jan Fecker und Marcel Schneider leisteten an den Brettern 3 und 5 lange Widerstand gegen ihre erheblich stärkeren Kontra­henten, mussten deren Überlegen­heit aber letztlich anerkennen. Nach Wolfgangs Niederlage zum 1.5:4.5 kämpfte Thomas Schoch an Brett 6 lange mit einem Bauern weniger ums Remis, aber Tobias Kügel (Elo 2274 an Brett 6!) manövrierte sich gekonnt zum vollen Punkt. Mit einer Kreuzfessel hätte Thomas im Mittelspiel sogar Vorteil erlangen können, was beide Kontrahenten übersehen bzw. erst nach Ausführung des Zuges zuvor bemerkt hatten. So musste Thomas in seiner 13. Erstliga-Partie (davon 9 mit Schwarz!) leider seine erste Niederlage hinnehmen.
Die St. Galler Hoffnungen ruhten nun auf Aljoscha Heinlin an Brett 7. Im Mittelspiel mit Dame, zwei Türmen und einer Leicht­fiugr hatte Joschys weisser König kein sicheres Zuhause mehr und schränkte die eigenen Angriffschancen ein. Mit kleinen Verstärkungen konnte Joschy nach knapp fünf Stunden aber den halben Zähler zum Minimalziel von zwei Brettpunkten beisteuern. Würde das reichen? Banges Warten auf eine Nachricht von Wils Lukas Meier, den Benito kontaktet hatte. Gross war der Jubel, als die Kunde von Spreng­Schachs Kantersieg eintraf! Bodan war mit einem Eloschnitt von 2010 gegenüber 2020 von SprengSchach im Grunde ebenbürtig, ging in diesem Entscheidungsmatch aber unter.
Gut für die Dritte, die diesmal mit nur vier Mannschaftspunkten in der 1.Liga bleiben darf. Wie in der ersten Saison gab das Team gegen den letztlich Tabellenletzten zwei Mannschaftspunkte ab und musste daher bis zuletzt kämpfen und in dieser Saison zudem stark hoffen. Es hat dank der Schützenhilfe erneut gereicht. Hurra, auf ein drittes Jahr in der 1.Liga!
Frank Wittenbrock

1. Liga  Ost

Abschlusstabelle nach dem 7.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Gligoric 11241
2. Winterthur 31235
3. Pfäffikon 1929½
4. SprengSchach 1630
5. Wädenswil 1628½
6. St. Gallen 3422
7. Bodan 2419½
8. Chur 1318½

Der Spieltag beim Schachbund

St. Gallen 3  ø1972-Gligoric 1  ø22142:6
am 22.09.2018Erwartung 2:6
Benito Rusconi (2004)-GM Dejan Pikula (2543)0:1
Wolfgang Eisenbeiss (1796)-IM Srdjan Zakic (2345) 0:1
Jan Fecker (1915)-Christian Bussard (2252)0:1
Frank Wittenbrock (2021)-Dragan Rasovic (2099)½:½
Marcel Schneider (1997)-Mirko Mikavica (2141)0:1
Thomas Schoch (2004)-Tobias Kügel (2274)0:1
Aljoscha Heinlin (1933)-Milos Milovanovic (2052)½:½
Robert Sandholzer (2108)-Dragoljub Mikavica (2009)1:0

Der Vergleich der SMM-Spielzeiten 2017 und 2018 offenbart, wie hoch der Klassenerhalt von St. Gallen 3 in diesem Jahr einzuschätzen ist: Die Mitaufsteiger und Absteiger Letzi Zürich und
Flawil wurden durch die NLB-tauglichen Teams Gligoric Zürich und Winterthur 3 ersetzt. Und
nicht St. Gallens Dritte - als "So-gerade-Überlebender" der Saison 2017 - steigt ab, sondern der Vorjahreszweite Chur und Bodans Reserve, die seit 2013 in der 1.Liga zweimal Meister und immer in der oberen Tabellenhälfte platziert war.

Hochverdienter Erfolg

Dritte wahrt Chance auf Ligaerhalt

St. Gallen 3 wahrte am vorletzten Spieltag die Chance auf den Klassenerhalt in der 1.Liga: Den dafür unbedingt erforderlichen Sieg landete die Dritte hochverdient bei SprengSchach Wil. Zwischenzeitlich sah es sogar nach einem Sieg mit sechs Brett­punkten aus, aber leider entglitten gleich drei St.Gallern beim Stand von 4.5:0.5 zumindest gute Chancen auf ein Remis. Mit einem 6.5:1.5-Erfolg hätte die Dritte SprengSchach in der Tabelle sogar überholt. Am 22.9. empfängt St.Gallen 3 den Tabellenführer Gligoric Zürich (trotz Niederlage gegen Pfäffkon bereits für ein Aufstiegsspiel qualifiziert), während Bodan 2 und SprengSchach 1 - wie St.Gallen 3 jeweils mit vier Mannschaftpunkten auf dem Konto - direkt aufeinandertreffen. Ein 4:4 gegen den Tabellenführer würde der Dritten genügen, um Platz sechs zu verteidigen, aber dieses Unterfangen entspricht einer Herkulesaufgabe!
In Wil lief es für die Dritte anfangs richtig rund: Martin Keel gewann mit Schwarz schon in der Eröffnung durch einen Abzugsangriff auf die Dame die selbige für zwei Leichtfiguren. Mit Abtausch und Technik setzte Martin seinen Vorteil sicher zur 1:0-Führung um! Robert Sandholzer stand an Brett zwei gegen seinen nominell gleichstarken Kontrahenten stets besser und verdoppelte mit druckvollem Spiel die Führung. Aljoscha Heinlin traf an Brett 6 auf Wils Mannschaftsleiter Hans Karrer, der in der Eröffnung sehr, sehr viel Zeit verbrauchte. Mit Karrers holländischem Aufbau kam Joschy gut zurecht und landete einen sicheren Sieg. 3:0!
Der 86-jährige Wolfgang Eisenbeiss trug an Brett 8 mit einem Remis gegen seinen 150 Elo stärkeren und etwa halb so alten Gegner zum Mannschaftserfolg bei. Mit einem offenbar etwas verfrühten Vorstoss im Zentrum hatte der Oldie seinem Gegner zuvor etwas Vorteil übergeben, der dank ungleichfarbiger Läufer aber zum Gewinn nicht ausreichte. Den Mannschaftssieg stellte dann Top-Scorer Thomas Schoch sicher. Mit Schwarz hatte Thomas das Morra-Gambit angenommen und stand lange unter Druck. Er verteidigt sich aber umsichtig und und schraubte seine Bilanz in der 1.Liga auf nunmehr 10 Punkte in 12 Partien ohne Niederlage!
So weit, so gut. Fast zeitgleich mit Thomas' Sieg musste Benito Rusconi an Brett 1 seinem starken Kontrahenten Sandro Schmid (Elo 2298) leider gratulieren, dabei hatte Benito mit Schwarz bereits ein remisiges Turmendspiel auf dem Brett. "Ich habe mir leider unnötigerweise eine zweite Schwäche verpassen lassen", trauerte Benito dem knapp entglittenen Erfolg nach. Jan Fecker stand gegen Lukas Meier (2086) lange besser, büsste dann leider eine Qualität ein und diesen Vorteil verwertete der Wiler Junior sicher. Keinen guten Tag hatte auch Mannschaftsleiter Frank Wittenbrock. Mit Schwarz verbrauchte er gegen den geschlossenen Sizilianer von Erik Seiler viel Zeit, die Partie bewegte sich mit beiderseitigen Chancen stets in der Remisbreite. Nach der ersten Zeitkontrolle schien Frank besser zu stehen, der Computer beurteilt sie aber immer noch als nahezu ausgeglichen. In der zweiten Zeitnotphase im 30-Sekunden-Modus entglitt Frank dann die Partie, als er nach einem Qualitätsopfer für zwei bis drei Bauern nicht den richtigen Bauern zuerst frass. So blieben in Wil leider einige Brettpunkte liegen, die der Dritten noch fehlen könnten.
Ein spannendes Saisonfinale hat sich die Mannschaft aber allemal beschert und an Motivation mangelt es dem Team gegen Gligoric sicher nicht. Frank Wittenbrock

1. Liga  Ost

Die Tabelle nach dem 6.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Gligoric 11035
2. Winterthur 31030½
3. Pfäffikon 1825½
4. Wädenswil 1625
5. SprengSchach 1423½
6. St. Gallen 3420
7. Bodan 2418
8. Chur 1214½

Der Spieltag beim Schachbund

SprengSchach 1 ø1984-St. Gallen 3  ø1961:
am 08.09.2018Erwartung 4:4
Sandro Schmid (2298)-Benito Rusconi (2004)1:0
Thanh-Kien Tran (2115)-Robert Sandholzer (2105)0:1
Werner Kohler (1790)-Thomas Schoch (2004)0:1
Lukas Meier (2086)-Jan Fecker (1915)1:0
Erik Seiler (1797)-Frank Wittenbrock (2021)1:0
Hans Karrer (1992)-Aljoscha Heinlin (1933)0:1
Jose Lorenzi (1850)-Martin Keel (1909)0:1
Philippe Denin (1946)-Wolfgang Eisenbeiss (1796)½:½

1. Liga  Ost

Die Tabelle nach dem 5.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Gligoric 11031½
2. Winterthur 3825½
3. Pfäffikon 1621
4. Wädenswil 1521
5. SprengSchach 1420
6. Bodan 2314
7. St. Gallen 3215½
8. Chur 1211½

Der Spieltag beim Schachbund

St. Gallen 3  ø1941-Pfäffikon 1  ø2052:
am 30.06.2018Erwartung 3:5
Benito Rusconi (2002)-Christian Mäder (2044)0:1
Robert Sandholzer (2108)-Benjamin Huss (2143)½:½
Aljoscha Heinlin (1928)-Patrik Hugentobler (2225)0:1
Frank Wittenbrock (2001)-Kurt Utzinger (1888)½:½
Martin Keel (1913)-Thomas Künzli (2176)0:1
Marcel Schneider (1966)-Thomas Mülli (2014)½:½
Jan Frei (1820)-Andreas Scheidegger (2019)0:1
Wolfgang Eisenbeiss (1791)-Hans Joller (1908) 1:0

Bittere Niederlage

In engem Match immer hinten gelegen

Platz 7 statt Mittelfeld, nur zwei statt der erhofften vier Punkte auf dem Konto: Beim zuvor punktelosen Schlusslicht Chur SK musste St. Gallen 3 eine bittere Niederlage hinnehmen, die die Aussichten auf den Klassenerhalt stark eintrübt. Das Rest­programm ist schwer, Platz sechs erscheint nur noch mit Exploits erreichbar, wie es dem Team am zweiten Spieltag gegen Bodan 2 gelungen war.
In Chur dauerte es zwar mehr als drei Stunden bis zur ersten Entscheidung, aber das Geschehen - vor allem an den Spitzen­brettern - liess früh nur Hoffnungen auf einen Punkt zu. Benito Rusconi, erstmals an Brett 1 nominiert, verfiel leider auch dort in seinen Rapid-Modus, verlor früh einen Bauern bei zugleich unkoordi­nierter Stellung: Zu viele Nachteile, um gegen einen Routinier wie Fidemeister Slobodan Adzic überhaupt hoffen zu dürfen.
An Brett zwei büsste Adriano Käppeli mit Weiss in der französischen Vorstossvariante einen Zentrumsbauern ein, verteidigte sich zäh und hätte im Endspiel mit drei Leichtfiguren und Bauern auch Remis-Chancen gehabt – letztlich fuhr Dario Bischofberger aber den vollen Punkt ein.
Positiv auf St. Galler Seite: Marcel Schneider setzte den eigenen Vorsatz ("Mit Weiss an Brett 8 muss einfach gewonnen werden") souverän um. Und auch Aljoscha Heinlin fuhr mit Weiss an Brett 6 einen vollen Punkt ein, wenn auch nicht ganz ohne Makel, da beiden Akteuren eine Springergabel entgangen war, die Joschys Aussichten wohl zunichte gemacht hätte.
Ü85-Senior Wolfgang Eisenbeiss baute sich an Brett 7 mit Schwarz gegen Anna Adzic geschickt auf, liess aber den Moment verstreichen, als er mit f5 die weisse Bauernkette attackieren musste. Stattdessen verschenkte Wolfgang einige Tempi, die Weiss bei geschlossenem Zentrum zu einem Aufmarsch am Königsflügel verhalfen. Trotz knapper Zeit vermochte die junge Bündnerin ihren Vorteil gut zu verwerten.
Zäh verliefen die Partien an den Brettern drei bis fünf: Top-Scorer Thomas Schoch stand gegen SSB-Präsident Peter Wyss mit Schwarz lange sehr ordentlich. Dank eines Freibauern übernahm dann aber Wyss mit Weiss die Initiative und für Thomas war mehr als ein Remis nicht drin. In den verbliebenen Partien von Robert Sandholzer und Frank Wittenbrock an den Brettern vier und fünf musste nun möglichst noch ein Sieg her. Beide St. Galler verfügten zwar über Raumvorteile und etwas Initiative, die im gleich- resp. ungleichfarbigem Läuferendspiel (bei Frank plus je ein Turm) aber trotz langem Probieren nicht zum Sieg genügten.
4.5:3.5 für Chur - St. Gallen 3 konnte den Auswärtsfluch auch im siebten Erstliga-Match als Gast nicht ablegen. Nun gilt es gegen Pfäffikon am 30. Juni den Heim­nimbus zu wahren... Frank Wittenbrock

1. Liga  Ost

Die Tabelle nach dem 4.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Gligoric 1823½
2. Winterthur 3620
3. SprengSchach 1417½
4. Pfäffikon 1415½
5. Wädenswil 1315
6. Bodan 2314
7. St. Gallen 3213
8. Chur 12

Der Spieltag beim Schachbund

Chur 1  ø1971-St. Gallen 3  ø1979:
am 26.05.2018Erwartung 4:4
Slobodan Adzic (2103)-Benito Rusconi (2002)1:0
Dario Bischofberger (2113)-Adriano Käppeli (2031)1:0
Peter Wyss (1986)-Thomas Schoch (2005)½:½
Paul Risch (2055)-Robert Sandholzer (2108)½:½
Andreas Rupp (2018)-Frank Wittenbrock (2001)½:½
Martin Accola (1826)-Aljoscha Heinlin (1928)0:1
Anna Adzic (1828)-Wolfgang Eisenbeiss (1791)1:0
Rolf Bosshard (1842)-Marcel Schneider (1966)0:1

1. Liga  Ost

Die Tabelle nach dem 3.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Gligoric 1617½
2. SprengSchach 1415½
3. Winterthur 3413½
4. Bodan 2312½
5. Pfäffikon 1311½
6. Wädenswil 1211
7. St. Gallen 32
8. Chur 105

Der Spieltag beim Schachbund

Wädenswil 1  ø2003-St. Gallen 3  ø19546:2
am 28.04.2018Erwartung :
Marcel Bodmer (2031)-Frank Wittenbrock (1995)1:0
Peter Szakolczai (2227)-Wolfgang Eisenbeiss (1798)1:0
Kurt Blattner (2005)-Thomas Schoch (1978)½:½
Milan Martin T. (2071)-Benito Rusconi (1919)½:½
Peter Wahl (1919)-Robert Sandholzer (2130)1:0
Gerhard Walter (1991)-Aljoscha Heinlin (1917)½:½
Andreas Georgiadis (1908)-Marcel Schneider (1980)1:0
Jens Rutten (1875)-Martin Keel (1914)½:½

Verdienter 5:3-Erfolg

Favorisiertes Bodan 2 niedergerungen

St. Gallen 3 hatte sich für die Heimpremiere im Tschudiwies gegen das starke Bodan Kreuzlingen 2 viel vorgenommen und vermochte es in die Tat umzusetzen: Der 5:3-Erfolg war verdient und gelang gegen ein Team mit durchschnittlich 40-Elo­punkten mehr pro Brett.
Jan Fecker holte nach knapp drei Stunden mit Schwarz an Brett 8 den ersten halben Punkt. Jan stand die ganze Partie leicht besser, zum vollen Punkt langte es jedoch knapp nicht. Alle übrigen Partien waren zu diesem Zeitpunkt unklar. Benito Rusconi setzte mit Weiss gegen einen Taimanov-Sizilianer voll auf Angriff, liess im eigenen Lager eine Springergabel mit Qualitäts- bis Turmverlust zu, um sich mit den verblie­benen Kräften auf die schon geschwächte schwarze Königsstellung zu stürzen. Das Opfer war bei bester Verteidigung nicht korrekt, aber Benitos Arsenal an Drohungen brachte doch den vollen Punkt. Mit ähnli­chem Rezept rettete Mannschaftsleiter Frank Wittenbrock seine Stellung, die wegen eines marschbereiten, gegnerischen Freibauern auf der a-Linie eigentlich verloren war. Da der Freibauer noch fünf Schritte zu tippeln hatte, baute Frank mit den verbliebenen Figuren Turm, Springer und Läufer eine Drohkulisse für ein Dauerschach auf, die das Blatt nach zwei schwächeren Zügen von Weiss sogar zu wenden vermochte. 2.5:0.5-Führung!
An den Brettern 1 und 2 war Bodan klar favorisiert, aber die St. Galler Robert Sandholzer und Adriano Käppeli hielten ihre Positionen lange in der Remisbreite. Leider griff Robert dann nach zuvor sauber geführter Partie in aufkommender Zeitnot mit einem schnellen Zug fehl.
Den alten Abstand stellte Thomas Schoch an Brett 5 wieder her: Gegen Ralf Heck­mann - der sich mit sieben Siegen in sieben Schwarzpartien in der 2.Liga für Bodans Zweite empfohlen hatte - lieferte sich Thomas lange ein vor allem positionelles Gefecht. Mit doppeltem Druck auf der d-Linie und der Diagonalen a1-h8 heimste Thomas dann den vollen Punkt ein. Seine 1.-Liga-Bilanz steht damit bei phantastischen 8/9! 3.5:1.5 für St. Gallen 3!
Ein Brettpunkt aus drei Partien fehlte nun zum Mannschaftssieg und bei Marcel und Aljoscha an den Bretter 6 und 7 sah es gut aus, nur hatten beide wie auch ihre Gegner noch die Zeitnotphase zu meistern. Joschys Partie mit Königsangriff wirkte gewonnen, aber das Gegenspiel von Martin Hirzel genügte erst zur Neutralisierung und nach dem 40.Zug musste Joschy mit Turm gegen Läufer und Springer und einem Minus-Bauern sehr ums Remis kämpfen. Marcel gewann hingegen in der Zeitnotphase einen Läufer für nur einen Bauern weniger und hatte den Punkt zum Mannschaftssieg in den Händen. Nach dem 40.Zug blieb sein Läufer aber recht passiv und ein wohl verfrühter Vormarsch mit dem König brachte die Partie wegen einiger schwacher Bauern auf Marcels Seite zurück in die Remisbreite. An Brett 2 kämpfte Adriano im Doppelturmendspiel um den halben Punkt. Gegen Routinier Jürgen Schädler reichte es leider knapp nicht. Nun schien ein 4:4 doch noch möglich: Marcels Gegner patzte dann und Joschys zähen Widerstand belohnte die Schachgöttin schliesslich auch mit einem halben Punkt.
Fazit: Die Dritte gewann unterm Strich verdient, weil auch die Niederlagen an den Spitzenbrettern unglücklich waren. In der Form wie zum Saisonstart wird das Team wohl erneut in der 1.Liga bestehen können. Weiter geht es schon am 28. April in Wädenswil: In der Saison zuvor gelang im Heimspiel gegen eine extrem starke Formation der Wädenswiler ein 4:4. Die St. Galler haben also gute Erinnerungen und spielen offenbar immer besonders stark, wenn sie Aussenseiter sind.
Frank Wittenbrock

1. Liga  Ost

Die Tabelle nach dem 2.Spieltag


MannschaftMPEP
1. SprengSchach 1412½
2. Gligoric 1412
3. Winterthur 3411
4. St. Gallen 32
5. Bodan 217
6. Pfäffikon 11
7. Wädenswil 105
8. Chur 10

Der Spieltag beim Schachbund

St. Gallen 3 ø1973-Bodan 2 ø20155:3
am 14.04.2018Erwartung :
Robert Sandholzer (2130)-Dieter Knödler (2242)0:1
Adriano Käppeli (2020)-Jürgen Schädler (2104)0:1
Benito Rusconi (1919)-Michael Norgauer (2008)1:0
Frank Wittenbrock (1995)-Max Knaus (2008)1:0
Thomas Schoch (1978)-Ralf Heckmann (1982)1:0
Aljoscha Heinlin (1917)-Martin Hirzel (1981)½:½
Marcel Schneider (1980)-Philipp Bruttel (1894)1:0
Jan Fecker (1847)-Georgi Georgiev (-) ½:½

Gegen Eloschnitt 2167

Ermutigender Auftakt trotz 2.5:5.5

Einen trotz der Niederlage ermutigenden Saisonauftakt verzeichnete die dritte Mannschaft bei Aufsteiger Winterthur 3. Die Gastgeber traten mit einer NLB-tauglichen Formation an und mussten sich lange mühen, bis ihr Plus von durchschnitt­lich 240 Elo-Punkten pro Brett beim Gesamt­ergebnis Wirkung zeigte. Einige St. Galler Niederlagen waren etwas unglücklich, es hätte knapper ausgehen können.
Ein starkes Debüt für St. Gallen zeigte Adriano Käppeli mit Weiss am sechsten Brett. Mit dem Läuferpaar zog der 20jährige ein schönes Druckspiel auf und glich den Forfait-Rückstand (leider konnten nur sieben St.Galler aufgeboten werden) nach etwa 2½ Stunden aus. Die übrigen Partien bewegten sich in dieser Phase noch in der Remisbreite. U20-Junior Benito Rusconi übersah im Endspiel gegen Ingo Klaus dann eine Feinheit bei der Zugrei­henfolge und geriet in eine nachteilige Stellung, die nicht mehr zu retten war. Den erneuten Ausgleich schaffte Thomas Schoch mit Schwarz, der gegen Severin Vogt (2105) in schon besserer Stellung von einem groben Fehler profitierte.
Die Kontrahenten von Wolfgang Eisenbeiss und Jan Frei (Brett 2 und 3) wiesen 420 Elopunkte mehr auf, was sich im Geschehen auf dem Brett lange nicht spiegelte. Wolfgang übersah um den 25. Zug einen Bauernvorstoss mit Vertreibung eines Springers, wodurch ein Zentrumsbauer und nach langer Gegenwehr auch die Partie verloren ging. Jan Frei tischte Erich Lang das Wolga-Gambit auf. Sein Gegenspiel am Damenflügel schien den Bauern nicht ganz zu kompensieren und beim Übergang ins Endspiel ging Jan ein Springer verloren. 4:2 für die Gastgeber.
Auf Augenhöhe verlief überraschend auch die Partie am Spitzenbrett zwischen FM Walter Bichsel (Elo 2349) und St. Gallens Mannschaftsleiter Frank Wittenbrock (1995). Frank stand mit Schwarz zwischen­zeitlich sogar besser, liess etwas stärkere Fortsetzungen aus, verplemperte zwei, drei Tempi und dennoch blieb seine Stellung dank eines ewigen Springers im Zentrum gegen einen weniger guten Läufer ausgeglichen. Ein voller Punkt war gegen Ende sogar recht simpel möglich, doch Frank übersah im Endspiel Dame, Turm, Leichtfigur und viele Bauern eine Springergabel zum Qualitätsgewinn. Er hatte nur im Defensiv-Modus in die Stellung geschaut und die eigenen taktischen Möglichkeiten gar nicht gecheckt. So verpasste er eine gute Vorgabe für den Bärentöterpreis 2018.
Den Punkt zum 5.5:2.5 für die Gastgeber musste dann Marcel Schneider an Brett 7 zulassen. Marcel stand mit Schwarz zwar etwas passiv, aber die Position schien lange haltbar. Im Schwerfiguren-Endspiel ermöglichte Marcels finachettierte Dame auf g7 dann taktische Schläge, die nicht zu parieren waren.
Fazit: Von der nominellen Stärke zählt die Dritte in ihrer zweiten 1.Liga-Saison klar zu den Abstiegskandidaten. Aber der Auftritt in Winterthur hat gezeigt, dass sich die Mannschaft von höheren Zahlen nicht schrecken lässt. Im Gegenteil, es scheint sie zu befreien. Gegen etwas weniger starke Mannschaften als Winterthurs "NLB-Team" sollten daher Mannschaftspunkte gelingen. Vielleicht schon am 14. April im Heimspiel gegen Bodan 2. Beim 3:5 im Herbst hatte die Dritte bereits Chancen auf ein 4:4.
Frank Wittenbrock

1. Liga  Ost

Die Tabelle nach dem 1.Spieltag


MannschaftMPEP
1. SprengSchach 12
2. Winterthur 32
3. Gligoric 125
4. Bodan 214
4. Pfäffikon 114
6. Wädenswil 103
7. St. Gallen 30
8. Chur 10

Der Spieltag beim Schachbund

Winterthur 3 ø2167 (7 Br.)-St. Gallen 3 ø1925:
am 24.03.2018Erwartung :
Walter Bichsel (2349)-Frank Wittenbrock (1995)½:½
Sebastian Gattenlöhner (2221)-Wolfgang Eisenbeiss (1798)1:0
Erich Lang (2216)-Jan Frei (1788)1:0
Ingo Klaus (2129)-Benito Rusconi (1919)1:0
Severin Vogt (2105)-Thomas Schoch (1978)0:1
Claudio Gloor (2092)-Adriano Käppeli (2020)0:1
Marcel Liebhart (2059)-Marcel Schneider (1980)1:0
Roman Freuler (2060)-N.N.1:0 ff