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6:2-Punkte-Start perfekt

Klassenerhalt am 4.Spieltag gesichert

St. Gallen 3 bleibt in der 1.Liga Zentral in der Erfolgsspur: Gegen ein nur sieben­köpfiges Team des Aufsteigers Nimzo­witsch 2 gelang ein 5.5:2.5-Erfolg, der dem Team sogar Rang zwei in der Tabelle beschert. Der Klassenerhalt ist der Mannschaft bei fünf Punkten Vorsprung auf Rang 7 kaum mehr zu nehmen. Erstmals gewann das Team in der 1.Liga zweimal hintereinander und die bereits jetzt erbeuteten sechs Mannschaftspunkte bedeuten auch Rekord in drei Jahren 1.Liga.
Die Gäste reisten ohne ihren stärksten Akteur Martin Stehli an und mussten kurzfristig auch auf ihr 1.Brett verzichten. So blieb das Spitzenbrett auch im zweiten Heimspiel der Dritten unbespielt, diesmal aber mit einer 1:0-Führung für St. Gallen. Aljoscha Heinlin hatte leider keinen Gegner.
In der 88.Spielminute erhöhte Mann­schafts­leiter Frank Witten­brock auf 2:0, nachdem sein Gegner Franks - eigentlich nicht korrektes - Springeropfer mit einem noch weniger korrekten Springeropfer beantwortet hatte.
Die 2:0-Führung war beruhigend, der Match aber noch sehr spannend, da die Zürcher an den unteren vier Brettern ausgeglichen bis chancenreich standen. An Brett 2 sah es für Robert Sandholzer hingegen gut aus und auch Jan Fecker an Brett 3 konnte mit Weiss ohne Risiko Gewinnversuche unternehmen. Doch sein Gegner - noch ohne Elozahl, aber mit einem Sieg gegen Elo 2070 in der Warteliste - war auf der Hut und verdiente sich die Punkteteilung.
Eine Niederlage musste leider Marcel Schneider hinnehmen. Sein schwarzer König geriet gegen Heinz Vifian immer mehr in Bedrängnis und war mangels Raum letztlich nicht zu verteidigen. Anschlusspunkt zum 2.5:1.5.
Wolfgang Eisen­beiss agierte in seinem 88.Frühling mit Schwarz immer auf Augenhöhe und übte nach einem Bauern­opfer mit seinen Springern Druck auf die noch unrochierte Stellung des Weissen aus. Das Rochaderecht büsste Weiss ein und wenig später wurde ein ungedeckter Randspringer Opfer eines Doppelangriffes der Dame. Der dritte volle Punkt für St. Gallen war somit absehbar. Jan Frei wählte mit Weiss wieder eine Gambit-Variante. Für den Bauern hatte Jan gute Kompensation, fand aber später einmal nicht die richtige Fortsetzung und musste fortan ums Remis kämpfen, das ihm im Endspiel durch Zugwiederholung nicht zu verwehren war.
Da Wolfgang kurz darauf seinen Vorteil erwartungsgemäss zum vollen Punkt verwertete, stand es 4:2 und Ausgleichs­chancen der Gäste waren nicht in Sicht.
Den Mannschaftssieg sicherte dann Robert Sandholzer im Springer­endspiel mit drei zu zwei Bauern, die weit auseinandergezogen waren. Den Vorteil verwertete Robert sicher. Die längste Partie spielte Martin Keel gegen Nimzo­witschs Mannschafts­leiter Felix Schwab. Sieben ineinander geschobene Bauernpaare prägten die Stellung. Einzig die a-Linie öffnete sich und Felix Schwab entfaltete dort etwas Initiative, die zum Gewinn aber nicht ausreichen konnte - Endstand nach gut fünf Stunden: 5.5:2.5.
Am 29.Juni reist die Dritte zum Spitzen­reiter und NLB-Absteiger Baden. Das Team ist in dieser Saison das klar stärkste mit sechs Spielern zwischen 2100 und 2350. Dort dürfte ausser hoffentlich einigen Brett­punkten nichts zu holen sein. Frank Wittenbrock

SMM   1.Liga Zentral

Die Tabelle nach dem 4.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Baden 1721½
2. St. Gallen 3618
3. Olten 2615
4. Luzern 3516½
5. Brugg 1415½
6. Winterthur 4213½
7. Lenzburg 1114
8. Nimzowitsch 2113

Der Spieltag beim Schachbund

St. Gallen 3-Nimzowitsch 2:
am 25.05.2019Erwartung ?:?
Aljoscha Heinlin (1941)-N.N.1:0 ff
Robert Sandholzer (2102)-Urs Martin Egli (2050)1:0
Jan Fecker (1909)-Jalil Martinez (-)½:½
Frank Wittenbrock (2010)-Florian Grünewald (1944)1:0
Martin Keel (1919)-Felix Schwab (1932)½:½
Marcel Schneider (1916)-Heinz Vifian (1934)0:1
Jan Frei (1800)-Daniel Müller (1880)½:½
Wolfgang Eisenbeiss (1776)-Thomas Heinsius (1886)1:0

Positives Punktekonto

Dritte gewinnt knapp bei Winti 4

In einem engen Match bei Winterthur 4 behielt St. Gallen 3 knapp die Oberhand. Die Basis für den Sieg legten Robert Sandholzer und Benito Rusconi an den Brettern zwei und drei mit sicheren Remis gegen ihre nominell stärkeren Kontrahenten. Robert und Benito spielten dabei mit den umgekehrten Farben als vorgesehen, da Mannschaftsleiter Frank Wittenbrock einen Dreher in der Aufstellung fa(r)briziert hatte. Möglicherweise gelangten beide St. Galler aber so zu Kontrahenten, die ihnen gut lagen.
Im Match stand Frank mit Schwarz nach der Eröffnung vorteilhaft und setzte Alfred Pfleger im Zentrum und am Königsflügel unter Druck. Diese Partie war lange die einzige, die nach einem St. Galler Sieg "roch". Wolfgang Eisenbeiss hatte am Spitzenbrett seinem etwa gleich starken Kontrahenten ohne Not die h-Linie geöffnet und rochierte zudem auf diesen Flügel. Reto Zaugg verpasste bei seinem Angriff mit Springer und allen Schwer­figuren auf Wolfgangs Rochade­stellung einen Gewinnzug und musste sich am Ende mit Remis begnügen.
Martin Keel büsste an Brett 8 gegen den U14-Junior Clemens Gamsa bei noch fast vollem Brett einen Bauern ein und profitierte später von einem Patzer des Juniors. Da Frank seine Partie zuvor nach einem Qualitätsopfer für einen starken Springer gewonnen hatte, ging die Dritte mit 3.5:1.5 in Führung. Das dritte Remis war Aljoscha Heinlin vom Winterthurer Junior Philipp Jenny abgerungen worden, der dreimal gleiche Stellung reklamierte und dies auch regelkonform nur mit Ankündi­gung und ohne Ausführung des Zuges, der zur dreifachen Wiederholung führt.
Marcel Schneider steuerte mit Weiss gegen Reto Bürge einen halben Zähler zum 4:2 bei - Marcels leichter Materialvorteil Läufer und Springer für Turm war kaum zu verwerten. In der Analyse zeigte sich, dass Marcel zuvor ein Gewinnzug entgangen war. Den halben Punkt zum Mannschaftssieg verbuchte dann Wolfgang an Brett 1. Der Mannschaftssieg war zu diesem Zeitpunkt bereits ungefährdet, da Jan Fecker gegen Routinier Paul Bosshard lange besser stand und im Springerendspiel über einen Mehr­bauern verfügte, der wegen Vereinzelung aller Bauern zum Gewinn wohl nicht ausreichte. So summierte sich am Ende ein 5:3-Erfolg ohne Brettniederlage für St. Gallen. Eine Portion Fortune war dabei aber auch im Spiel.
Mit 4:2-Punkten verfügt die Dritte erstmals in der 1.Liga über ein positives Punktekonto und könnte sich im Heimspiel am 25. Mai gegen Nimzowitsch 2 sogar in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Das wäre überaus angenehm nach zwei Jahren hartem Abstiegskampf in der 1.Liga...
Frank Wittenbrock

SMM   1.Liga Zentral

Die Tabelle nach dem 3.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Baden 1516½
2. Luzern 3513½
3. St. Gallen 3412½
4. Olten 2410
5. Brugg 1211
6. Winterthur 4210½
7. Lenzburg 1110½
7. Nimzowitsch 2110½

Der Spieltag beim Schachbund

Winterthur 4  ø1936-St. Gallen 3  ø19563:5
am 04.05.2019Erwartung 4:4
Reto Zaugg (1789)-Wolfgang Eisenbeiss (1779)½:½
André Hirzel (2210)-Robert Sandholzer (2111)½:½
Horst Zesiger (2104)-Benito Rusconi (2006)½:½
Paul Bosshard (1957)-Jan Fecker (1925)½:½
Alfred Pfleger (1906)-Frank Wittenbrock (2026)0:1
Reto Bürge (1950)-Marcel Schneider (1939)½:½
Philipp Jenny (1835)-Aljoscha Heinlin (1941)½:½
Clemens Gamsa (1741)-Martin Keel (1919)0:1

Im Nachspiel 3:5:3.5

Zweites Unentschieden für Dritte

Die dritte Mannschaft manövrierte sich gegen Luzern 3 wg. Regelunkenntnissen selbst in eine schwierige Stellung. Da die Gäste darlegten, dass Elias Giesinger wg. Elo über 2150 wahrscheinlich nicht spielberechtigt wäre in einer dritten SMM-Mannschaft (sie hätten einen solchen Fall in der vergangenen Saison gehabt), nahm Mannschaftsleiter Frank Wittenbrock den 18jährigen vorsorglich aus dem Team - verbunden mit einem 0:1-Rückstand, den die St. Galler gegen eine gar nicht so starke Formation der Gäste an diesem Tag nicht mehr zu egalisieren vermochten. Mit 3.5:4.5 ging der Match verloren. Da sich die Darlegungen der Luzerner betr. Spielberechtigung im Nachhinein als nicht richtig erwiesen (den entsprechenden Fall gab es auch nicht), startete Frank einen Appell an die Fairness der Luzerner mit dem Ziel, das nicht gespielte erste Brett mit 0:0 statt 0:1 zu werten. In Abstimmung mit der SMM-Leitung stimmten die Luzerner diesem Vorschlag erfreulicherweise zu: So kam es noch zum 3.5:3.5-Unentschieden.
Frank Wittenbrock

SMM   1.Liga Zentral

Die Tabelle nach dem 2.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Baden 1311½
2. Luzern 33
3. St. Gallen 32
3. Brugg 12
3. Winterthur 42
6. Olten 22
7. Lenzburg 11
7. Nimzowitsch 21

Der Spieltag beim Schachbund

St. Gallen 3  ø1956 (Brett 2-7)-Luzern 3  ø1932 (2-7):
am 13.04.2019Erwartung 4:4
Elias Giesinger (2159)-Klaus Odermatt (1866)0:0 ff
Thomas Schoch (2031)-Dominik Popp (1805)1:0
Robert Sandholzer (2111)-Kurt Züsli (1961)½:½
Adriano Käppeli (2028)-Daniel Portmann (1982)½:½
Frank Wittenbrock (2026)-Simon Abächerli (1916)1:0
Jan Fecker (1925)-Marco Burri (1940)0:1
Jan Frei (1792)-Hans Speck (1968)½:½
Wolfgang Eisenbeiss (1779)-Eugen Schwammberger (1955)0:1

Geglückter Start

Dritte in Lenzburg gut in Form

Eine Premiere feierte St.Gallen 3 in seiner dritten 1.Liga-Saison: Erstmals startete das Team nicht mit einer Niederlage. Das 4:4 beim nominell stärkeren Lenzburg darf als Erfolg gelten. Die St. Galler gerieten nie in Rückstand und hatten eher Chancen auf den Mannschaftssieg.
Psychologisch wähnte sich St. Gallens Dritte von Beginn an in Führung, denn Routinier Hansueli Baumgartner, der aus dem Kader der Zweiten als achter Mann eingesprungen war, bekam es am 8. Brett mit einem 400 Elopunkte schwächeren Gegner zu tun. Mit dem Königs­gambit setzte Hansueli von Beginn an auf Verwick­lungen, denen sich Roland Burri aber lange gewachsen zeigte. Nach drei Stunden übersah Burri bei entgegengesetzten Rochaden einen gefährlichen Bauern­vorstoss von Hansueli, der die Partie sofort entschied.
Zuvor gab es bereits zwei Punkteteilungen: Benito Rusconi geriet mit Weiss gegen Caro-Kann nie in Gefahr, vermochte aber auch seinen Gegner nicht gross zu beunruhigen. Wolfgang Eisenbeiss eröffnete im Londoner System als Schwarzer lange symmetrisch. In etwas besserer Stellung musste Wolfgangs Gegner einen Bauern­verlust hinnehmen, der zum Partiegewinn aber nicht ausreichte.
2:1 für St. Gallen und ein Ausgleichspunkt für Lenzburg schien allenfalls an Brett 4 möglich. Dort hatte Adriano Käppeli mit Weiss die zweischneidige Winawer-Variante in der französischen Verteidigung gewählt inkl. Bauern abholen auf g7 und h7. Die Kompensation für Schwarz war stark und hinderte Adriano lange daran, seine Entwicklung zu vollenden. Der Mehrbauer ging später verloren und mit König in der Mitte blieb Adrianos Stellung schwierig. Ein Fesselung des Läufers vor dem König wurde ihm dann zum Verhängnis. So gelang Lenzburg der Ausgleich zum 3.5 zu 3.5. Zuvor hatten Jan Fecker, Frank Wittenbrock und Marcel Schneider jeweils sichere Remis erzielt gegen ihre nominell stärkeren Kontrahenten.
Der Matchausgang hing nun von der Partie am Spitzen­brett ab. Dort bot Thomas Schoch mit Schwarz dem 150 Elopunkte stärkeren Lenzburger Rolf Walti gut Paroli. Die Partie wirkte durch den festgefahrenen Königsflügel bei insgesamt nur einer halboffenen Linien sehr remisverdächtig. Die Gewinnversuche wurden nach wechsel­seitigen Remisangeboten dann auch eingestellt.
Das 4:4 ist dennoch ein guter Start für die Dritte. An den oberen sieben Brettern bot Lenzburg durch­schnittlich 88 Elopunkte pro Brett mehr auf und St.Gallen hielt mit 3:4 dagegen! Im Heimspiel in drei Wochen gegen Luzern 3 erfolgt die zweite Prüfung, ob die Dritte für einen Mittelfeldplatz schon genug gereift ist. Auch Luzerns Dritte dürfte ein nominiell leicht überlegener Gegner sein und schaffte wie Lenzburg in der Saison zuvor den Klassenerhalt am letzten Spieltag.
Frank Wittenbrock

SMM   1.Liga Zentral

Die Tabelle nach dem 1.Spieltag


MannschaftMPEP
1. Olten 225
1. Luzern 325
3. St. Gallen 314
3. Lenzburg 114
3. Baden 114
3. Nimzowitsch 214
7. Brugg 103
7. Winterthur 403

Der Spieltag beim Schachbund

Lenzburg 1  ø1987-St. Gallen 3  ø19604:4
am 23.03.2019Erwartung :
Rolf Walti (2186)-Thomas Schoch (2031)½:½
Björn Urban Backlund (2087)-Benito Rusconi (2006)½:½
Norbert Oze (2069)-Frank Wittenbrock (2026)½:½
Arnold Mienert (2030)-Adriano Käppeli (2028)1:0
Can-Elian Barth (1990)-Marcel Schneider (1939)½:½
Oliver Killer (2007)-Jan Fecker (1925)½:½
Michael Wigger (1987)-Wolfgang Eisenbeiss (1779)½:½
Roland Burri (1536)-Hansueli Baumgartner (1944)0:1
Baden 1-St. Gallen 30:0
am 29.06.2019Erwartung ?:?
Brugg 1-St. Gallen 30:0
am 07.09.2019Erwartung ?:?
St. Gallen 3-Olten 20:0
am 21.09.2019Erwartung ?:?