"Schach-Grossmeister sind nicht nur stark, weil sie Varianten sehr gut und weit berechnen können. Sie wissen auch viel mehr über das Schachspiel", leitete Erwin Luginbühl seinen Vortrag im Schachklub St. Gallen ein. Sodann teilte der 77jährige sein profundes Wissen über "Endspiele zwischen Turm und leichten Figuren" mit der 18köpfigen Zuhörerschar.
Anhand von Meisterpartien zeigte Erwin auf, wann zwei Leichtfiguren (plus Bauern) gegen einen Turm (plus Bauern) bestehen können und wann sie überfordert sind oder ausgespielt werden können. "Wenn die Partei mit Springer und Läufer oder zwei

Anhand von Meisterpartien erläuterte Erwin Luginbühl seine Merksätze zu Endspielen zwischen Turm und Leichtfiguren.

Springern nur eine Aufgabe zu bewältigen hat, kann sie in der Regel das Gleichgewicht halten", lautet einer von Erwins Merksätzen. Spielt sich das Geschehen hingegen an zwei Flügeln ab, ist der Turm stärker, weil er schnell

ist und die Koordination zwischen den Leichtfiguren oft verloren geht.
Mit herzlichem Applaus bedankten sich die Klubmit­glieder für den erhellenden Vortrag ihres Ehrenmitglieds. Frank Wittenbrock